Musikalische Lesung mit Katharina Thalbach – Wegen der großen Nachfrage – Neuer Ort – KlangWert/werk3 geht auf Reisen – Wichernsaal

Musikalische Lesung mit Katharina Thalbach - Wegen der großen Nachfrage - Neuer Ort - KlangWert/werk3 geht auf Reisen - Wichernsaal

Datum / Zeit
02.12.2022 / 20:00 - 23:00

Veranstaltungsort
KlangWert/werk3 - TheaterProgrammKneipe

Kategorien


Katharina Thalbach – durch und durch Berlinerin – widmet sie den Abend drei Frauen, die ebenfalls für diese Stadt ein großes Herz hatten: Claire Waldoff, Marlene Dietrich und Hildegard Knef.

Mit autobiographischen Texten und Liedern, die zu dieser Stadt gehören, soll an diese großartigen Künstlerinnen erinnert werden. “Christian von Kaphengst und Frank Chastenier unterstützen die Berliner Damen mit männlich musikalischen Händen!” so Katharina Thalbach in der Ankündigung des Abends. Christian von Kaphengst am Kontrabass und Frank Chastenier, Pianist, waren bereits mehrfach mit Max Mutzke und Pe Werner zu Gast.

Berlin und Katharina Thalbach, das sind zwei große Namen, die zusammengehören. Was liegt also näher, als dass die in der Hauptstadt verwurzelte Ausnahmeschauspielerin mit unverwechselbarer Stimme und Berliner Schnauze an starke Frauen aus Berlin zu erinnern.
Katharina Thalbach wurde in Berlin als Tochter der Schauspielerin Sabine Thalbach und des Regisseurs Benno Besson geboren. Bereits im Alter von vier Jahren spielte sie erste Kinderrollen. Mit 13 wurde sie Meisterschülerin von Helene Weigel. Ihre erste Bühnenrolle verkörperte sie mit 15 in der “Dreigroschenoper” (Inszenierung Erich Engels). 1976 zog Katharina Thalbach im Zuge der DDR-Ausbürgerung von Wolf Biermann gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, dem Schriftsteller Thomas Brasch nach West-Berlin. Neben vielen Theaterengagements trat sie regelmäßig in großen Kinofilmen auf, unter anderem in Trottas “Das zweite Erwachen der Christa Klages” oder Schlöndorffs “Blechtrommel”.

Anfang der 90er Jahre war sie Mitglied des Schauspielensembles am Schiller Theater, wo sie mit “Macbeth” als Regisseurin in der Werkstatt debütierte, es folgten: “Minna von Barnhelm” und “Was ihr wollt”. Mit Coline Serreaus “Hase Hase” in der Regie von Benno Besson erlebte sie einen Sensationserfolg. Nach der Schließung des Theaters 1993 arbeitete sie u. a. für das Maxim Gorki Theater und das Thalia Theater in Hamburg. Mit der freien Opernproduktion “Don Giovanni” im E-Werk in Berlin machte sie 1997 erste Opernerfahrungen, es folgten “Orpheus in der Unterwelt” in Basel, “Salome”, “Janufa” und “Rotter” in Köln und “Hänsel und Gretel” in Dresden.
An der Deutschen Oper Berlin debütierte sie 2000 mit Janaceks “Das schlaue Füchslein”. Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin (u.a. mit dem Deutschen Filmpreis, dem Sonderpreis des Deutschen Hörbuchpreises für ihr Lebenswerk und dem Bundesverdienstkreuz) lebt in Berlin und spielt und inszeniert regelmäßig an der Komödie am Kurfürstendamm. Dazu stehen mit der Schauspielerin zwei Weltmusiker auf der Bühne.